Die Frage stellt sich in fast jedem älteren Haus – und die Antwort hängt an vier Kriterien: Substanz, Form, Budget und Bauzeit. Hier ist die Entscheidungshilfe, wie wir sie selbst in der Beratung nutzen.
Ist der tragende Kern gesund? Eine Beton- oder Steintreppe ohne Risse und Feuchteschäden ist die perfekte Basis für einen neuen Massivholz-Belag – renovieren schlägt hier fast immer den Neubau. Bei maroden Holzkonstruktionen oder absackenden Läufen kippt die Rechnung Richtung Neubau.
Der Belag übernimmt die vorhandene Geometrie. Wenn die Treppe zu steil ist, die Stufen zu schmal sind oder der Antritt an der falschen Stelle liegt, löst ein neuer Belag das Problem nicht – dann ist der Neubau die ehrliche Empfehlung, weil er Lauf und Steigung neu ordnen kann (Stichwort DIN 18065).
Der Neubelag nutzt die teuerste Komponente – die Tragkonstruktion – weiter und spart Abbruch und Entsorgung. Er ist deshalb fast immer die wirtschaftlichste Modernisierung. Der Neubau kostet mehr, kauft dafür aber völlige Freiheit in Form und Material.
Neubelag: Fertigung in der Werkstatt, Montage in der Regel ein bis zwei Tage, Treppe bleibt begehbar. Neubau: mehr Vorlauf, Abbruch, Zwischenlösung – planbar, aber ein größerer Eingriff ins bewohnte Haus.
Gesunder Kern + stimmige Form = belegen. Kranke Substanz oder falsche Geometrie = neu bauen. In der Grauzone dazwischen beraten wir ehrlich – und sagen auch, wenn die kleinere Lösung reicht.
Ein Foto genügt für die erste Einschätzung – wir sagen Ihnen offen, welcher Weg für Ihr Haus der vernünftige ist.
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